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  • spinnerte & bestrickende Mama, Oma, Ehefrau
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15. Februar 2011 2 15 /02 /Februar /2011 11:16

Was macht ihr bei Löchern in handgestrickten Socken?
Fachgerecht stopfen? Löcher irgendwie zunähen? Socken wegwerfen? Anstricken?

Vielen Dank an Reni für die heutige Frage!

 

Bei normalen Löchern, die durch das Tragen der Socken entstehen, bin ich ganz fein raus!

Nix wegwerfen(viel zu schade!)

Nix irgendwie zunähen (da wird der Socken doch irgendwie kleiner und das nächste Loch ist noch viel schneller da!)

Bei mir wird fachgerecht gestopft.

Jaaaaaa, wir "Alten" haben das noch im Handarbeitsunterricht in der Schule lernen müssen.

Trotzdem muß ich der Ehrlichkeit halber gestehen, daß ich es, obwohl ich´s könnte, nicht selber mache.

Ich lasse stopfen.

Meine Mama ist so lieb!

Sie möchte immer Beschäftigungen haben, mit denen sie uns Kindern und auch den Enkelkindern ein wenig Arbeit abnehmen kann. Bei mir ist das Sockenstopfen. Das ist für sie leicht zu schaffen, ich freu mich drüber und soooo viele löchrige Socken fallen dann ja auch nicht an.

 

Anstricken hab ich noch nie gemacht. Aber da offensichtlich ein hungriger Teppichkäfer meine erst einmal getragenen Socken aus "Magdalena-Neuner"-Sockenwolle zum Fressen lecker fand, ich auch noch reichlich Wollrest von diesem Knäuel habe, werde ich zum ersten Mal ans Aufribbeln und Anstricken gehen.

Der Käfer hatte offensichtlich großen Hunger, oder es lag dran, daß die Wolle besonders lecker war. Jedenfalls sind die 2 Freßlöcher ziemlich riesig. Zu groß zum Stopfen.

 

liebe Grüße, maryana

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14. Februar 2011 1 14 /02 /Februar /2011 11:40

Ja, genauso hab ich gefühlt, gestern abend gegen 21.00 Uhr.
Niemals hätte ich geglaubt, daß es noch soviel Zeit in Anspruch nimmt, die Weste, oder auch Janker - ganz nach Wunsch, für meinen Großen endlich fertigzustellen.

Am Freitag hab ich mit einem Vorderteil bewaffnet, gemeinsam mit der Wollhändlerin meines Vertrauens passende Knöpfe ausgesucht. Ganz schön happig, für 9 Knöpfe ist man gleich mal 11 Euro los!

Nunmehr lag es nur noch an mir.

Freitagabend ein bissel gestrickt – aber noch längst kein Ende in Sicht! Immer noch 10 cm bis zum hinteren Halsausschnitt.

 

Alpakajanker 002


Gestern dann der Endspurt.

Den Rest stricken – zwischendurch immer probieren, nicht daß ich in meinem Streben nach Vollendung noch übers Ziel hinausschieße und dann womöglich wieder ribbeln muß, weil zuviel gestrickt.

Endlich, endlich, das Riesenrückenteil geschafft.

Nun „nur“ noch zusammennähen, eine letzte Anprobe – nun kann die Halsblende angestrickt werden.

Ich sagte schon, daß diese Weste die schwerste ist, die je von mir gestrickt wurde. Ein sattes Kilo Alpakawolle mußte dafür aufbereitet werden.

Das hat zur Folge, daß die Erdanziehung besonders spürbar ist, speziell am Halsausschnitt, der leicht außer Form gerät und weiter wird, als gewollt.

 

Alpakajanker 005


Dem entgegen zu wirken und zur allgemeinen Festigung hab ich erstmal eine Häkelrunde um den Hals eingelegt und erst darauf dann die Maschen für das Halsbündchen angeschlagen.

War eine sehr weise Entscheidung, wie ich im Nachhinein feststellen konnte.

 

Alpakajanker 004


Dann als finalen Akt, der Höhepunkt, die Knöpfe!

 

Alpakajanker 003


Kaum kann ich es fassen – ich bin fertig! Wirklich ganz richtig fertig! Alle Fädchen verstochen, nix mehr dran zu machen.

Mein Fazit : Was ich erreichen wollte, nämlich daß man die unterschiedlichen Farben von Strolch im fertigen Strickstück erkennen kann, das hab ich geschafft. Da ich das Garn in Navajotechnik verzwirnt habe, sind die Schattierungen gut erkennbar.

Und - ich weiß, daß ich erstmal kein Grau mehr verstricken mag und auch, daß ich nicht gleich das nächste große Männerprojekt mit Nadelstärke 3,5 in Angriff nehme.


Und nun ?????

 

Worauf hab ich nun Lust? Ich weiß nicht!


 

euch wünsche ich auf jeden Fall einen gelungenen Wochenstart!

liebe Grüße, maryana

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9. Februar 2011 3 09 /02 /Februar /2011 12:45

... 6° plus und strahlender Sonnenschein.

 

Die Spatzen sitzen in der Forsythie neben dem Futterhäuschen und schauen mir beim Fensterputzen zu.

Was es Neues gibt????

 

Elfenkrokus 001

 

... vor meinem Fenster ...


Anna ist da!

Momentan in ihrem kleinen roten Trolley verstaut, weil sie gestern zum ersten Mal mit zum Spinnen nach Ahorn durfte, daher Bilder erst demnächst ...

Stricktechnisch hat mich die graue Langeweile gepackt. Grund - eine gleichfarbige Weste in Größe 54 mit 3,5-er Nadeln, die sich der Mann meines Herzens vom Strolch seines Herzens gewünscht hat.

Das heißt, der größte Teil der Vorjahresschur von Strolch ist gezupft, gewaschen, kardiert, gesponnen und mittlerweile auch verstrickt. Nun aber muß ich zum zweiten Mal Garn nachspinnen - es reicht halt immer noch nicht. Unglaublich!

Aber nun lasse ich nicht mehr locker!

Es wird nichts anderes gestrickt, bevor diese Weste nicht fertig ist!

 

Ich hoffe ihr habt alle ebenso wundervolles Frühlingswetter

liebe Grüße, maryana

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8. Februar 2011 2 08 /02 /Februar /2011 15:40

Dicke Garne sind momentan "in", werden in Frauenzeitschriften für die
dortigen Modelle verwendet und finden sich verstärkt in Wollgeschäften.
Wie hältst Du es damit? Verwendest Du solche Garne? Wenn ja, wofür? Bist
Du zufrieden mit den Ergebnissen? Und was ist für Stricknadelstärken
Dein Komfortbereich?

Vielen Dank an Jinx für die heutige Frage!

 

Jaaaa, ich gebe es zu! Manchmal lasse ich mich von besonderen Farben schonmal verführen, ein Garn zu kaufen. Manchmal sogar, ohne eine Vorstellung WAS ich draus stricken werde. Maximale Nadelstärke ist für mich dabei die 10! Dicker sollte es nicht sein.

In diesem Winter hab ich so eine "Anschaffung" gemacht. Ist noch unverstrickt! Blau mit türkis .... soooo schöne Farben!

Eigentlich sollte es ein Poncho werden, dann hab ich mir überlegt - Poncho? Sowas ziehst du nie an! Jetzt möchte ich (vielleicht) eine Weste draus stricken ...

 

Komfortbereich bei Stricken ist bei mir Nadelstärke 4 - 5. Da geht das stricken flott von der Hand und die Sachen tragen noch nicht sooooo dolle auf. Im Klartext, sie machen die Trägerin nicht viel dicker als sie ist (?)

 

eine frühlingshafte Februarwoche wünscht euch maryana

 

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2. Februar 2011 3 02 /02 /Februar /2011 13:44

.... ääää ... ich meine natürlich : Möchtet ihr Schäfchenbilder anschauen?

 

Lämmchen 001

 

mittlerweile haben wir nämlich 5 kleine Racker ...

 

Lämmchen 006

 

2 Böckchen und 3 kleine Schafsmädchen ...

 

Lämmchen 010

 

die machen ihren Mamis ganz schön zu schaffen ...

 

Lämmchen 013

 

und die Mutterschafe blicken auch nicht mehr so richtig durch ...

 

Lämmchen 012

 

eigentlich trinkt jedes Lämmchen bei jedem Schaf, Hauptsache es schmeckt ...

 

Lämmchen 011

 

und alles was vor das Maul kommt, wird angeknabbert ...

 

Lämmchen 007

 

Max Pünktchen, unser Jüngster.

Denen geht es so richtig gut!

 

liebe Grüße, maryana

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1. Februar 2011 2 01 /02 /Februar /2011 10:27

Ich beobachte häufig, dass Strickstücke, die von einer Vorlage gestrickt wurden, überschwänglich gelobt werden, auch wenn es ein simples Teil ist, dass hunderte Male im Netz gezeigt wurde.
Selbst entworfene Sachen bekommen häufig sehr wenig Beifall, obwohl da doch richtig Können und Mühe drinsteckt.
Sehe ich das falsch? Und wenn nicht, warum ist das so?

Vielen Dank an Reni für die heutige Frage!

 

Wirklich ?

 

Ich kann nicht behaupten, daß ich diese Feststellung auch schon  gemacht hätte.

Wobei manche Anleitungen so geschrieben sind, daß sie auch ein ordentliches Maß an Kreativität erfordern, um am Ende ein tragbares Strickstück zu haben - mal etwas provokant behauptet.

 

Und nicht in jeder Anleitung steckt viel Kreativität, finde ich.

Bei vielen Garnherstellern leben einige sogenannte Modelle eher von der Besonderheit der Garne und weniger von Schnitt- und Mustervielfalt.

 

Spinnt man so wie viele seine Garne gar selber, dann ist nur in den seltensten Fällen eine genau passende und dann auch noch gefallende Anleitung zu finden. So man sein geselbertes Garn verstricken möchte, ist man einfach gezwungen, was eigenes zu erdenken - gerne in Anlehnung an fertige Anleitungen.

 

Aber ich werde von nun an genauer drauf achten und selbstentworfenen Teilen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zollen.

 

gute Laune an einem eisigen Dienstag wünscht euch maryana

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31. Januar 2011 1 31 /01 /Januar /2011 14:19

 

…mit -13,5°C verabschiedet sich der Januar. Daran konnte auch die Sonne am Morgen, die in einem kalten Weiß vom fast türkisfarbenen Himmel strahlte, nichts ändern.

Der letzte Tag im Januar, Zeit für eine kleine Statistik.

An sich hab ich es ja nicht so mit trockenen Zahlen, aber vielleicht ist es die Möglichkeit, mich ein wenig zu motivieren.

Wenn ich im www so schaue, was andere zuwege bringen, komme ich mir mit meinen wenigen Ergebnissen immer leicht erbärmlich vor. Also wollen wir doch mal sehen …

 

… unter der Rubrik „gesponnen“ …

 

Januarwolle 001


das sind von links nach rechts

-          800 g Merino/Alpaka/Babykamel/Seide – Mischung vom wollschaf

-          280 g eigene Schafwolle mit beigem Kammzug von wollknoll verzwirnt

-          darüber 140 g von dieser

-          unten das dunkelbraune sind 280 g Neufundländer

-          und oben das graublaue ist ein Kardierversuch mit Strolch-Alpaka, Merinoresten und ein wenig Angelina (Glitzer), 190 g

 

… und gestrickt habe ich …

 

meine Socken


… endlich mal ein paar Schafwollsocken nur für mich

 

Alpenglühen 001

 

Alpenglühen 002


…eines meiner Ufo´s, die Alpenglühen-Socken aus diesem Buch , die Wolle dafür ist selbstgefärbt (und offensichtlich hat meine Kamera so ihre Schwierigkeiten damit)

 

 Ishbel 001

 

Ishbel 002


… mal wieder eine „Ishbel“, von der ich nach dem Spannen so angenehm überrascht war, wie noch nie!

 

… und dann noch diese Stulpen, in der gleichen Art hab ich noch ein 2.Paar aus Sockenwolle gwestrickt, die sind aber gleich weitergegeben worden, so hab ich kein Bild.

…dann hab ich noch eine Mütze „Urchin“ gestrickt. Der erste Versuch genau nach Anleitung paßt allenfalls einem 6 jährigen Kind, also hab ich sie nochmal gestrickt, mittels Dreisatz größenangepaßt. Sie paßt nun zwar, aber ich werde sie nicht aufsetzen, steht mir nicht, deshalb gibt es auch kein Bild!

Was ich nun damit anfange???? Keine Ahnung! Brauch vielleicht jemand eine Mütze?

 

Das war der Januar!

 

Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche, liebe Grüße von maryana

 

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26. Januar 2011 3 26 /01 /Januar /2011 10:33

So ist´s fein! Es ist Januar, Winter und kalt.

Schnee gibt es auch, so muß es sein.

 

Januar 001


Schon am Morgen auf dem Weg zum Kompost …. kalte frische Luft und dann dieses blaue Licht …

 

Januar 002


... am Samstag wunderbarer Sonnenschein, da muß man einfach alles stehen und liegen lassen, und hinaus …

 

Januar 003


… wenn das nicht die Stimmung hebt …

 

Januar 005


… abends auf dem Heimweg noch ein letzter goldener Gruß …

 

… und gestern dann, Schnee, Schnee, Schnee ….

 

Januar 004


… so ungefähr muß ich nach 2 Stunden Schneeschippen ausgesehen haben.

 

Abends beim Füttern noch eine kleine Überraschung. Brillie hat sich nun doch entschließen können. Zum ersten Mal hat sie uns zwei kleine Lämmchen beschert.

Wenn es mir heute gelingt ein paar Bilderchen zu machen, stelle ich euch morgen unsere Lämemrkinderstube vor!

 

liebe Grüße, maryana

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25. Januar 2011 2 25 /01 /Januar /2011 10:36

Was sind eigentlich eure Strickvorlieben? Strickt ihr lieber Kleinteile und Accessoires (also Socken, Handschuhe, Muetzen oder Schals) oder darf es was groesseres sein (z.b. Pullis, Jacken, vielleicht sogar Maentel)? Und warum? Wollt ihr mit euren Strickstuecken schnell fertig sein, oder das stricken dran so richtig geniessen?
Und wie sieht es mit eurer Vorliebe fuer Muster aus? Moegt ihr am liebsten li-re Muster (Rippen oder Perlmuster), oder Zoepfe und Aran-Muster? Oder hat es euch die Loecher-strickerei angetan?

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

 

Das ist aber eine umfassende Frage!

Ich hab schon fast alles gestrickt, außer einem Mantel. Nicht wegen der Größe, das macht mir nix. Aber da habe ich Bedenken daß ein solches Teil durch sein Egengewicht beständig Richtung Boden wächst. Außerdem glaub ich nicht, daß ich sowas tragen würde.

Andererseits stricke ich auch sehr gerne Kleinteile, bevorzugt immer mal zwischendrin, wenn der Pullover, oder die Weste für meinen Schatz (Größe54) so gar nicht fertig werden will.

So quasi als Motivationshilfe!

Mustermäßig ist es ähnlich bei mir.

Immer neugierig, Neues auszuprobieren, ist Zopf genauso gefragt, wie Lace oder auch ein schönes einfaches Strukturmuster.

Und ich genieße Stricken!

Gerade wenn man erstmal einem Muster auf die Schliche gekommen ist und fröhlich drauflosstricken kann, das gefällt mir.

Wenn dann die neuralgischen Stellen wie Armausschnitte, Abnahmestellen, Halsausschnittlösungen kommen, wo ich mich entscheiden muß, wie ich was mache, da kann es dann passieren, daß mein Strickstück erstmal Pause hat und zwischendurch schnell mal ein Paar Socken, eine Mütze oder ähnliches Kleinzeugs gestrickt wird.


Was ich also wirklich bevorzuge, kann ich gar nicht sagen, das ist von vielen Faktoren abhängig, wie der Tagesform, was ich zuletzt gestrickt habe, welche Wolle gerade verfügbar ist ....usw.

 

einen wolligen Dienstag wünscht euch maryana

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24. Januar 2011 1 24 /01 /Januar /2011 23:35

Seit fast 3 Wochen ist unsere Schafdame „Brillie“ überfällig mit ihrem diesjährigen Lamm. Sie wird dicker und dicker, laut Schäfer hätte sie schon Anfang Januar entbinden sollen, aber jeden Morgen, den wir in ihre Box schauen, werden wir auf´s Neue enttäuscht.

Gestern vormittag, so gegen 11 Uhr ein Telefonanruf von unserem Schwiegersohn: „Wenn ihr bei der Geburt des ersten Lämmchens in diesem Jahr dabei sein wollt, dann kommt.“

Also auf in den Stall!

Ungewöhnliche Zeit, bisher haben all unsere Lämmer des Nachts das Licht der Welt erblickt.

Und es war gar nicht Brillie, die da auspacken wollte, sondern Locke.

Nur leider ging es mit der Geburt so gar nicht voran. Eigentlich sollte nach einer Stunde das Lämmchen da sein. Was länger dauert, kann gefährlich für Mutter und Kind sein.

Unsere Tierärztin war nicht erreichbar, also haben wir unseren „alten“, pensionierten Tierarzt angerufen.

Seine Auskunft: „Das schafft ihr schon alleine! Einfach reingreifen, um das Lamm herum und rausziehen“

HÄÄÄÄÄÄ ???????

 

Okay, dem Tier mußte geholfen werden. Mit vereinten Kräften von Papa, Mama(ich) und großer Tochter  sowie unter Einsichtnahme ins Lehrbuch und mit Hilfe eines kräftigen Strickes machten wir uns ans Werk.

Eine Schlinge um die kleinen Hufe, den Geburtsweg vorsichtig etwas geweitet, so sollte es gehen. Allerdings brauchten wir wirklich Männerkraft, wir Mädels haben es nicht geschafft, das Lämmchen rauszuziehen.

Aber dann war es da. Ein wunderhübsches kleines Schafmädchen. Die Mama benahm sich auch ganz vorbildlich und hat es nach allen Regeln einer Schafsgeburt saubergeschleckt .

Mit stolzgeschwellter Brust verließen wir den Schauplatz ääääh, den Stall!

 

Am Nachmittag, gerade hatten wir das Vormittagserlebnis verarbeitet, ein Anruf vom Schwiegersohn (er mag sich sowas wie eine Schafsgeburt nicht antun, obwohl sein eigener Sohn am Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zur Welt kam!):“es werden Geburtshelfer gebraucht“.

Okay, so langsam kriegen wir ja Routine!

Das Gleiche wie am Morgen, nur bei einer anderen Schwangeren.

Auch hier wollte und wollte der Kopf nicht durchpassen.

Beängstigend, wie menschlich das Stöhnen eines Schafes beim Gebären klingt.

Na, diesmal wußten wir, wie es geht und kamen auch zu zweit zurecht.

Etwas zögerlich war die Mama beim Abschlecken, aber ansonsten schien alles in Ordnung zu sein mit ihr und dem kleinen Böckchen.

Tom, und sein Freund Ben, die im Hof gespielt hatten, schauten sich das kleine Wunder natürlich auch an.

Tom (6) wußte auch schon, daß das Schleimige, was dem Schaf hinten heraushing die Reste von der Fruchtblase sind.

Ben wollte aber ganz genau wissen, warum das Schaf sein Lämmchen so abschleckt und ob das beim Menschen auch so gemacht wird.

Offensichtlich hat ihn das ziemlich beeindruckt, zumal seine Mama im Februar ein Baby bekommen wird.

 

Am Abend dann beim Versorgen der Tiere war das kleine Böckchen noch immer ganz naß und stolperte recht verloren in der Box herum. Trockenrubbeln konnte ich ihn, aber die Mama schien auch so gar nicht zu wissen, was als Nächstes zu tun war.

Unseren Versuchen, den kleinen Bock zum Saugen zu bringen war leider kein  Erfolg beschieden.

Vielleicht brauchen sie ja einfach   noch ein bißchen Zeit, sich aneinander zu gewöhnen.

Das war eine ganz schlechte Nacht für mich. Ich träumte von Schafen, Lämmern, grünen Wiesen und die Sorge um den Kleinen ließ mich irgendwie nicht los.

Einerseits möchte man drauf vertrauen, daß die Natur sich selbst hilft, andererseits kann man nicht tatenlos zuschauen, wie der Kleine verhungert.

Greift man zu voreilig ein, indem man dem Lämmchen mittels Fläschchen weiterhilft, dann bedeutet das, wochenlang ein Flaschenkind betuddeln zu müssen, obwohl doch in unserem Fall die Mama mit gutgefülltem Euter danebensteht.

Also heute mittag ein weiterer Versuch, die beiden zusammenzubringen – wir haben es geschafft. Hat ein wenig gedauert, bis Schafmama im richtigen Moment stillgehalten hat und ihr Kleiner trinken konnte.

 

Gutgegangen – ein guter Wochenstart!

 

liebe Grüße, maryana

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