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1. Juni 2010 2 01 /06 /Juni /2010 10:52

Nach meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Arten von
Strickerinnen, grob konnte ich folgende Kategorien feststellen:

- die Forscherin: erschließt sich gern neue Techniken, ist an neuen

Methoden sehr interessiert, eignet sie sich an und integriert sich gern
in ihre Strickpraxis
- die Beständige: hat ein festes Repertoire an Techniken, aus denen sie
schöpft, ist an einer Erweiterung nicht sehr interessiert.
- die Historikerin: interessiert sich für das Stricken in der
Vergangenheit, von Vintage Knits über vergangene Jahrhunderte bis hin zu
mittelalterlichen Vorläufertechniken. Rekonstruiert gern.
- die Innovative: ihr geht es darum, auch stricktechnisch die neuesten
Trends aufzunehmen und zu verarbeiten.
- die Selbstlose: strickt meist für wohltätige Zwecke und/oder andere
(Familie, Freunde, auch Auftragsarbeiten)
- die Avantgardistin: ihre Strickpraxis beginnt dort, wo andere längst
aufgehört haben: sie arbeitet mit Plastikbändern, Draht,
Kassettenbändern, ist im Freeformbereich tätig oder strickt prinzipiell
ohne Anleitung.
- die, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt: strickt vor allem mit
Materialien, die sie, soweit es ihr möglich ist, selbst verarbeitet hat
(Schafe scheren, Wolle waschen, Kardieren, Färben, Spinnen etc.)

Kaum jemand erfüllt eine Kategorie vollständig (Schafe scheren ...) oder

gehört ausschließich einer einzigen Kategorie an. Wo würdest Du Dich
sehen? Bist Du damit zufrieden oder würdest Du Dir gerne etwas anderes
erschließen?

Herzlichen Dank an  
Jinx für die heutige Frage!


Oh, wow, das ist ja mal eine komplexe Frage - eine, bei der man mal so richtig in sich gehen muß, um den eigenen Status zu ermitteln.


Hmmmm !


Ich geh dann mal nach dem Ausschlußprinzip vor.

 - ich bin KEINE Avantgardistin - meine Sachen müssen einen praktischen Zweck erfüllen, also tragbar sein.


- ich bin nicht die typische Beständige, weil da tief in mir schon ein ordentlichesd Maß an Neugier steckt.


- ich nehme die Faserverarbeitung ganz schön wörtlich, hab ich doch meine eigenen Schafe und Alpakas, die mir den Rohstoff für wollige Träume liefern - aber NICHT ausschließlich - den Verlockungen käuflicher Garne erliege ich doch auch ab und an.


- Historikerin ? Na ja, textile Exponate in Museen ziehen mich schon an und da lese ich auch die dazugehörigen Erläuterungen genauer, vergleiche wie man es damals machte, mit heutigem, aber zum Recherchieren fehlt mir eindeutig die Zeit - das dann doch nicht, obwohl ich es durchaus interessant finden würde.


- selbstlos? Ist man selbstlos, wenn man Freunde und Bekannte mit den Ergebnissen nächtelangen begeisterten Fadenverhedderns versieht?

Ich bin mir da gar nicht immer so rückhaltlos sicher, daß es gut ankommt, was da weitergegeben wird.


Einzige Einschränkung - Auftragsarbeiten mache ich nicht ( mehr! ) Ich habe festgestellt, daß mir jegliche Lust an der Sache abhanden kommt, wenn ein Zwang dahinter steht.


- innovativ ? Nicht wirklich - auch wenn ich vieles ausprobieren muß, was mir so stricktechnisch über den Weg läuft, fehlt es mir an Fantasie - oder auch Traute - das in eigenen Entwürfen umzusetzen.

Ein wenig Sicherheit, daß meine Bemühungen nicht Strickereien für die Tonne werden, mag ich ganz gerne.

Was nicht ausschließt, daß ich es normal finde, wenn ich ein Kleidungsstück stricke, dieses an die zu bestrickende Figur anzupassen. Fehlschläge sind dabei nicht ausgeschlossen.

 

Und - Ja, ich bin glücklich!


Ich bin glücklich, wenn ich zufriedenen Tieren beim Fressen zuschauen kann, mich an ihrer Wolle schon lange vor der Schur erfreue. Wenn ich nach Waschen und Kardieren Säcke traumhafter Wollwolken für das Spinnen an langen Winterabenden einlagere.

Wenn ich beim Spinnen genau weiß, von welchem meiner Schafe die Wolle in meinen Händen stammt, mir dabei vorstelle, was ich daraus stricken (oder weben) werde und für wen.


Kurz, es gibt für mich keine schönere Beschäftigung!


liebe Grüße in die Runde - und ich gelobe hiermit Besserung bezüglich meiner Blog-Aktivität


maryana

 

 

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Published by maryana
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