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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 13:48

Wenn man mit einem Hobby wie das Stricken oder Häkeln beginnt, geht es in einer ersten Phase darum, Techniken zu erlernen, zu beherrschen und zu verstehen und sich somit Herausforderungen zu stellen. Die Entdeckung an sich macht Spaß, und nach dem Motto "Mal gucken, wie es geht und ob ich das schaffe" beschäftigt man sich, solange alles neu und aufregend ist, schon mal mit Projekten, die man sonst nicht in Angriff nehmen würde. Bei mir waren es zum Beispiel Lace-Arbeiten, Zierdeckchen und Dekogegenstände, die ich als Kind und Jugendliche im Überfluss und in allen Varianten gestrickt und gehäkelt habe. Ist diese erste Entdeckungsphase aber vorbei und hat man sich selbst bewiesen, dass man bestimmte Dinge kann, werden sie uninteressant – und sind einem mitunter rückblickend, so geht es mir zumindest, vielleicht sogar eher peinlich. Ich bin neugierig: Was habt Ihr so in Eurer "Anfängerphase" gestrickt oder gehäkelt, was Ihr heute auf gar keinen Fall mehr machen würdet?

Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!

 

Laaaange Frage!

 

Die Entdeckung der Handarbeitstechniken an sich machte mir nicht den geringsten Spaß, das war nämlich im Handarbeitsunterricht in der 3.Klasse, und ich fand es einfach nur laaaaangweilig!!!

Viel lieber tobte ich durch den Wald, als still auf einem Fleck zu sitzen und mit Nadel und Faden fein saubere Stiche zu fabrizieren.

Mein Kreuzstichmustertuch, das anfangs 40 cm breit war, kürzte ich mittels Schere immer um ein kleines Stückchen, damit die Reihen nicht so entsetzlich lang waren. Zum Schluß war es noch 23 cm breit ...

Und die Schürze, deren Taschen und Latz wir eigentlich besticken sollten, habe ich mit Kartoffelstempeldruck versehen - ging doch viel schneller!

Erst als ich, verführt durch die bunten Restknäuel meiner fleißig handarbeitenden Tante, damit begann, die Puppenstubenpüppchen meiner kleinen Schwester quasi "einzuhäkeln", ist der Knoten geplatzt bei mir.

Da war ich wirklich kreativ. Egal ob Röckchen, Höschen, Jäckchen, das hab ich alles hingekriegt ohne irgendeine Anleitung.

Auch Haarbänder machten mir Spaß, da hab ich sogar schon 2- und mehrfarbige Muster eingestrickt.

 

Aber lange Zeit habe ich das Häkeln dem Stricken vorgezogen.

Mein erstes größeres Strickstück war in der 4.Klasse ein Pullover - und zwar ein Raglan-von-oben. Gesehen bei einer Mitschülerin. Es konnte ja nicht sein, daß sie es schafft, sich einen Pullover zu stricken und ich nicht!

Das Garn dafür ribbelte ich mir aus einer zu klein gewordenen Schafwollstrickjacke (die hat eh immer gekratzt) und einem abgelegten Pullover von meiner Mama. Wollweiß und orange meliert war er.

 

So richtig abgerissen ist die Begeisterung für´s Stricken seither nie mehr.

In den Jahren der DDR mußte man sich selbst was Modisches werkeln, kaufen konnte man es ja kaum.Es war schon schwierig genug, Strickgarn zu ergattern. Einen Kurzbesuch in Berlin nutzte ich um einen ansehnlichen Wollvorrat einzuheimsen. Die Wolle war aus Polen, natürlich 100 % Polytierchen und ganz phantastisch bunt aber superdünn. Das machte aber gar nichts, so konnte ich eben länger dran stricken.

Dann während des Studiums in Dresden, kannte man natürlich genau die Tage, an denen das Wollgeschäft in der Prager Straße Lieferung erwartete - da wurden dann auch mal Vorlesungen geschwänzt, um nur ja nichts zu verpassen.

 

Ja, auch ich habe diverse Techniken ausprobiert ... Kreuzstich war eine meiner ganz großen Leidenschaften. Natürlich solche Projekte, bei denen ausgezählt werden mußte und zarte Farbschattierungen durch Fadenteilen gearbeitet wurden. Aber dann konnte ich irgendwann die feinen Fäden nicht mehr erkennen, die Augen tränten vor Überanstrengung und so verlegte ich mich stärker auf andere Sachen, wie z.B. Seidenmalerei, Patchwork und Nähen.

Und seit einigen Jahren ergänzt Spinnen das Stricken.

Peinlich ist mir nichts von dem, was ich bisher gemacht habe, ich kann mir auch nicht vorstellen, wieso das so sein soll.

Ich bin mir auch nicht sicher, manche von den Techniken, die ich früher gemacht habe, mal wieder aufzugreifen, Geschmäcker ändern sich und warum sollte man sich festlegen, bei dem was einem Spaß macht...

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Published by maryana
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