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2. August 2011 2 02 /08 /August /2011 14:43

Die heutige Garnfarben scheinen mir "unreiner" als in den 80er oder zu Beginn der 90er Jahre. Sie leuchten bei gleichem Farbton weniger, sind "milchiger", "schmutziger", "melierter", "verwaschener". Und bei aller Buntheit ist die Farbwelt der Garne dadurch langweiliger und unscheinbarer geworden. Kaum noch ein Farbton ist wirklich als edel oder elegant zu bezeichnen, es ist viel 08/15 dabei. Die Tatsache, dass immer mehr Farbverlauf-Produkte in immer mehr Variationen auf den Markt geworfen werden, täuscht nur schlecht über die Tatsache hinweg, dass die wirklich edlen Farbtöne einfach nicht mehr existieren. Dabei meine ich nicht den eigenen Geschmack (ob einem Blau, Grün, Braun, Grau oder Pink steht, ist eine ganz andere Frage), sondern die Farbtonqualität. Mich würde interessieren, ob andere das auch so sehen, und ob sich damit das Angebot dem Markt angepasst hat, oder durch Kostensenkungen und andere wirtschaftliche Gesichtspunkte einfach an der Farbqualität gespart wird.

Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!

 

In einem stimme ich der Martine zu – ganz oft hatte ich schon den Eindruck beim Betreten des Wollladens, daß mir die Farben nicht zusagen. Speziell die Winterkollektionen waren mir immer zu dunkel, wie mit einem Grauschleier überzogen.

In den letzten Jahren hat sich das meinem Empfinden nach aber ein wenig gebessert.

Aber den gleichen Eindruck ahbe ich auch, wenn ich mir die Menschen auf en Steraßen anschaue. Vorherrschende Farben sind Schwarz und Dunkelgrau.


Wolle kaufe ich natürlich in erster Linie über die Qualität, aber wenn mich eine Farbe nicht zu begeistern mag, dann kann das Material noch so edel sein, es verführt mich nicht zum Kauf.

Jeder hat ja so seine Farbvorlieben, abhängig sicher auch zum Teil davon, was einem gut zu Gesicht steht. Und wenn man dann ein wenig „in die Jahre“ kommt, dann macht Schwarz einfach uralt und Grau, Braun und Schlamm sind nicht wirklich besser. Also ist man auf der Suche nach der Farbe, die es schaffen kann, daß ein paar Fältchen optisch geschluckt werden.

Mein diesbezüglicher Favorit ist der Farbton „Melone“.

Aber sowas zu finden ist nicht leicht.

So, jetzt war ich kurz auf Abwegen …

 

Klare, bunte Farben gibt es – allerdings fast ausschließlich in Kunstfaser.

Und es ist ja eigentlich nicht bunt, was irgendwie fehlt, sondern aparte Farbigkeit.

Zum Glück ist man aber nicht auf das Wollgeschäft am Ort angewiesen, sondern dank www stehen ja unendliche Möglichkeiten zur Verfügung. Unter dieser Voraussetzung sollte wirklich jeder DIE eine und einzige Idealwolle für sich finden, denke ich.


Dieses Problem stellt sich für mich (zum Glück?) fast gar nicht, ich färbe und spinne einfach selbst, was ich haben möchte – inclusive einer Menge an Fehlversuchen, die aber widerum meist trotzdem sehr apart sind – und was absolut daneben gegangen ist, kann man immernoch mit Fasern einer anderen Farbe aufpeppen.

Gerade das Selberkardieren eröffnet eine überwältigende Vielfalt an Farben die meist überraschend anders ausfallen, als man bei der Auswahl der zu mischenden Farben vermuten konnte.

Zum Beispiel - wenn ich eine haferfarbenen Kammzug mit Türkis färbe, gibt das einen Farbton, der eigentlich schon Petrol ist ... und das sind dann so Momente, wo ich regelrecht glücklich bin, daß ich auf den Einkauf fertiger Garne fast verzichten kann.

 

Zu den Verlaufsgarnen habe ich nun gar nichts gesagt - das ist wie mit allem im Leben, wenn zuviel davon da ist, wenn es jeder hat, dann ist der Reiz für mich verloren. Wer möchte schon jeden Tag zu jeder Zeit  Schokolade essen? Ich nicht!

 

Und nun wünsche ich euch und eurem Strickzeug eine schöne Zeit, ich geh jetzt Heu wenden!

 

liebe Grüße, maryana

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Published by maryana
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