....wenn auch sicher nicht gerade ernährungsphysiologisch wertvoll (aber leckerst!).
Eigentlich backe ich sehr gerne. Aber seit die Kinder aus dem Haus sind, gibt es einfach nicht genügend hungrige Mitesser für dieses nahrhafte Hobby. So sind es besondere Anlässe wie Geburtstage oder andere Familienfeiern, bei denen ich mich austoben kann.
Dieser Kuchen ist bei uns in der Region sehr verbreitet und zur weiteren Verbreitung liefere ich hiermit eine Schritt-für Schritt-Anleitung.
Also hier mein Rezept! Wir nehmen ein Stück Butter aus dem Kühlschrank und stellen es in der Küche an ein warmes Plätzchen (möglichst auf einem kleinen Teller, damit kein Malheur passiert).
Als erstes bäckt man ein eine Bisquitrolle!
Dazu:
5 Eier und 30 g Schlagsahne mit 200 g Zucker zu einem weißlichen dicken Schaum schlagen, 160 g gesiebtes Mehl unterziehen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech flach ausstreichen, bei 160°C auf Sicht gerade solange backen, bis es durchgebacken ist (Stäbchenprobe). Es soll keineswegs braune Ränder geben, die machen das Gebäck knusprig und spröde, das wäre hier nicht erwünscht.
Die fertige Platte auf ein mit wenig Zucker bestreutes sauberes Geschirrtuch stürzen, das Backpapier abziehen und vorsichtig längs zusammen rollen.
1/2 Glas Erdbeermarmelade erhitzen, glattrühren und auf die wieder auseinandergerollte Platte streichen, erneut möglichst fest zusammenrollen, in Klarsichtfolie wickeln und bis zu weiteren Verarbeitung kalt stellen.
Nun einen zweiten Bisquitboden backen, diesmal aus 6 Eiern 200g Zucker (beides miteinander sehr schaumig rühren) 200g Mehl mit 1 Teel. Backpulver sieben und unter den Eierschaum rühren. Den Teig bei 160 °C zartbraun backen.
Nun kommt die Buttercreme dran!
Einen Pudding aus 2 Päckchen Vanillepuddingpulver, 800 ml Wasser und 6 Eßl. Zucker kochen. Unter häufigem Umrühren abkühlen lassen. Wenn der Pudding ungefähr Zimmertemperatur erreicht hat, rühren wir die Butter mit Zucker (3 Eßl.?) und Vanillezucker schaumig und geben dann eßlöffelweise von dem Pudding dazu. Das Ganze immer wieder schön verrühren, so daß wir eine schöne gratte Creme bekommen. Ist der gesamte Pudding in die Buttermasse gewandert, können wir die Buttercreme ganz lässig auf den Bisquitboden streichen - das sieht dann so aus ....
...nun nehmen wir uns die Bisquitrolle her und schneiden mit einem scharfen Messer möglichst dünne ( 0,5 cm ) Scheiben davon ab...
die wir in Reih und Gleid und schön dicht auf der Buttercreme anordnen - ungefähr so ...
Wenn das geschafft ist, können wir eine frühlingsgrüne Götterspeise zubereiten - nicht kochen, sowas wird heutzutagenicht mehr gekocht - aus 2 Päckchen, aber nur mit 800 ml Wasser und nicht 1 L, wie auf der Anleitung steht - Zucker nicht vergessen! Wenn sie fertig ist, zum Abkühlen in die Kälte stellen.
Zwischendurch kann man sich der rechtzeitig organisierten (möglichst kleinen ) Erdbeeren annehmen - also waschen, trockentupfen, Kelchblätter und unreife Stellen abschneiden. Diese werden nun fein säuberlich in die Lücken zwischen den Bisquitrollenscheiben gesetzt. Zwischendurch immermal die Götterspeise mittels Rühren überpfüfen, on sie schon fest wird. Wenn man merkt, daß sie anzieht, mit einem Löffel den gesamten Kuchen, besonders aber auch die Erdbeeren damit überziehen. Vorsicht - das mit dem Anziehen kann ganz schnell gehen und wenn man den richtigen Moment verpaßt, muß die Götterspeisenaktion von vorne begonnen werden!
Wenn alles geklappt hat, heißt es nur noch abwarten, bis das Ganze schnittfest geworden ist, dann darf aufgeschnitten werden. Die Schnittlinien immer zwischen den Erdbeerreihen plazieren, so ungefähr ...
...und nun wünsche ich euch nur noch "Guten Appetit!" und einen schönen Restsonntag!
Für die Buttercreme hab ich genau ein Stück (250g) Butter verwendet
K
klengelchen
03/14/2010 19:44
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Oh Angi, du bist ja so "gemein".*gg Die Buisquitrolle kenne ich noch als "Einzelkuchen" mit Puderzucker bestäubt. Danke fürs Rezept.<br />
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