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27. Juli 2009 1 27 /07 /Juli /2009 08:58
Wieso lesen sich englisch-sprachige Strickbücher eigentlich soviel unterhaltsamer, witziger und spannender, als man das je bei einem deutschen Strickbuch erlebt hat?

Dabei sind meine Englischkenntnisse mindestens als sehr lückenhaft zu bezeichnen. Und nein, ich lese auch nicht mit dem Wörterbuch zur Linken, sondern eher "sinnerfassend".
Und wenn sich mir auch nicht der Sinn jedes Satzes, schon gar nicht jedes Wortes erschließt, ich manchen Absatz 2 und 3-mal lesen muß, um mitzukriegen, was gemeint ist, so hab ich doch mehr Vergnügen an vielen "Knitting Books", als an manchem Roman.

Aktuelle Lektüre ist ...


...und dieses Buch, speziell die Ausführungen von Kay Gardiner zum Thema  des Log Cabin Strickens, die mir sooooo aus der Seele spricht, waren Anstoß, mal was ganz anderes zu stricken!
Mir geht es wie ihr, eigentlich stricke ich sehr gerne Muster, eigentlich brauche ich anspruchsvolle Objekte, um mein Können zu zeigen.
Aber nie sieht ein Strickstück, das auf dem Foto so verlockend war, daß ich es nachstricken mußte, an mir auch nur annähernd so gut aus, wie das Original. Sicher liegt das auch daran, daß ich nicht die Kleidergröße 36 trage, auch daß ich mich in meinen Sachen gut bewegen können möchte und nicht den ganzen Tag dekorativ an einen angewitterten Bretterzaun angelehnt, rumstehen kann.
Und wenn man dann weiß, wie lange der Schaffensprozeß eines Strickstücks dauert, wieviele Stunden Hingabe hineingeflossen sind und der Pullover, oder das Jäckchen dann nur kurze Zeit getragen wird, weil er zu klein, zu unmodern wird, oder auch einfach sich die Ellbogen durchscheuern, dann kann das dazu führen, daß man sich wie Kay überlegt, doch mal was zu stricken, das ganz viele angenehme Seiten des Nadelklapperns in sich vereint.
Als da wären....

ohne Muster
ganz streßfrei beim Fernsehen
frei von jeder Modeströmung, für zeitlosen Gebrauch
wärmend und einhüllend, fast beschützend ....
und außerdem den Vorrat an selbstgesponnenem Garn reduzierend!

Ja, und da hab ich dann doch dieses Garn, schmutzigwollfarben....so ungleichmäßig gesponnen (aus meiner Spinnanfangszeit!), daß es die Strapazen eines Pulloverärmels unmöglich längere Zeit erdulden kann.
Fast ein ganzes Pfund davon.....das soll nun zu einer gestrickten Patchworkdecke im Log Cabin Style werden.

Das Schöne daran, ich kann das Strickzeug weglegen, auch über längere Zeit, zwischendurch was Schönes anderes fertigstellen und werde keine Probleme haben dort anzufangen, wo ich irgendwann mal aufhörte. Außerdem brauche ich mir gar keine Gedanken zu machen, ob das Garn reichen wird, gestrickt wird, bis es alle ist.
Die fertige Decke, egal ob groß oder eher kleiner,  wird auf jeden Fall ihren Zweck, Wärme zu spenden, erfüllen.  Sie unterliegt damit keiner  "Paßform"-Notwendigkeit.

Da ist sie....


wie gesagt, eine Farbe,die nicht der Traum jeder Strickerin ist, aber warm wird die Decke und vielleicht wird sie ja durch wiederholtes Waschen auch noch ein wenig heller.
Die "Nichtfarbe" ist so zurückhaltend, daß sie auch gut in mein Wohnzimmer paßt.

Es kann eine ganze Zeit dauern, bis sie einmal fertig ist, aber das macht mir gar nichts!

einen schönen Wochenbeginn wünscht euch maryana

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Kommentare

Heidi 09/25/2009 22:07


Ich bin heute auf Deinen Blog gestossen. Deine Decke wird ja super schön. Mein Englisch ist sehr mangelhaft, aber ich habe nun dieses Buch doch auch bestellt, Deine Worte sprechen mir aus dem
Herzen :-)
Liebe Grüsse
Heidi


maryana 09/26/2009 09:35


das freut mich, Heidi!!!


steffi 07/27/2009 13:14

Die Farbtupfer finde ich klasse! Eine sehr gute Idee.

Katty 07/27/2009 12:39

Und ich dachte doch wirklich, DIESES Strickbuch brauch' ich mal nicht... herzlichen Dank! ;)

Die Decke gefällt mir übrigens trotz "Nicht-Farbe" ausgesprochen gut... die bunten Streifen machen sie interessant!

Liebe Grüße,

Katty