In der Interweave Knits vom Winter gab es einen Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, ob (und warum) mache StrickerInnen eher prozess- und andere eher produktorientiert stricken. Das würde mich auch interessieren. Ist für Euch der Prozess des Strickens oder das fertige Produkt entscheidend?
Herzlichen Dank anWassilissafür die heutige Frage!
Also, das ist für mich gar nicht so einfach zu beantworten......erst mal fasziniert mich natürlich das Objekt der Begierde. Das heißt, das fertige Stück muß mir gefallen, oder aber, wenn es eine Eigenschöpfung ist, dann muß ich ganz bestimmte Eigenschaften damit abdecken wollen. Wenn ich dann angestrickt habe, mit einem Material, das mir vom Strickgefühl, als auch vom fertigen Strickbild her gefällt, dann erlischt mein Interesse eigentlich etwas....besonders wenn ich schon sehen kann, wie es fertig aussehen wird. Wäre da nicht der Druck, daß der potentielle Empfänger(auch ich selebr) endlich sein fertiges Teil tragen will....ich glaube dann hätte ich noch viel mehr Ufo´s, als ohnehin ständig entstehen.
Wenn mir Material, oder auch das Garn im Zusammenhang mit dem Muster NICHT gefallen, dann kommt sowieso das Ribbelmonster. Am schwersten tue ich mich mit teuer gekaufter Wolle (NORO)....da ribbel ich leider sehr oft, einfach weil mir kein Muster gut genug erscheint, um das Teure gebührend in Szene zu setzen.
Am Spannendsten empfinde ich, Eigenes zu erdenken...das bleibt am Längsten interessant.
Puh, ich könnte noch eine Weile darüber Philosophieren, aber es soll ja keine Langeweile aufkommen!