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27. Oktober 2009 2 27 /10 /Oktober /2009 10:08
...mäht das Wollschaf !

Wer zu stricken beginnt, kauft Wolle, und das natürlich gemäß seinen Vorlieben bzw. den Projekten. Ich habe festgestellt, dass die Wolle, die ich zu Anfang meiner noch relativ kurzen Strickkarriere kaufte, eine andere ist, als die, die ich heute bevorzuge, dasselbe gilt für die Projekte. Wie ist das bei Euch?

Herzlichen Dank an
Jinx für die heutige Frage!

...soll ich ehrlich sein?

Diese Frage finde ich für eine Person meines fortgeschrittenen Alters etwas unpassend!
Interessant allerdings für diejenigen, die erst seit Kürzerem stricken.

Leute....ich stricke seit fast 50 Jahren...okay, vielleicht sind es auch erst 46.
Natürlich haben sich in diesem Zeitraum Vorlieben, Moden, Materialien und Möglichkeiten verändert!

Mit 8 hab ich Schals für meine Puppen gestrickt - mach ich jetzt nicht mehr!
Die Weiterentwicklung war dann Häkelbekleidung für die Puppenstubenpüppchen meiner kleinen Schwester. Dafür hatte ich mir schon einen beachtlichen Vorrat an bunten Wollknäuelchen von Mama, Tante und sonstigen Strickerinnen meiner Umgebung erbettelt, die ohnehin für nichts anderes mehr zu gebrauchen waren.

Mit 12 bekam ich meine letzte Puppe, 50 cm groß und ein richtig großes Mädchen. Die hatte eine reichliche Auswahl an Strickkleidern - damals kam die Minimode auf. Natürlich hatte sie eine Menge niedliche Minikleidchen, ich hatte gerade den "Raglan-von-oben" als Technik für mich entdeckt.

Und bei den Materialien ?
Die Ära synthetischer Strickmaterialien hab selbstverständlich auch ich voll ausgekostet! Zumal ich dann auch irgendwann eigenes Geld verdiente, das mir ganz neue Freiheiten ermöglichte.

Ja und die Tatsache, daß man zu DDR-Zeiten eben nicht alles kaufen konnte, was gerade Mode war, sorgte dafür, daß immer viel mehr Projekte auf der "das-strick-ich-mir-Liste" standen, als man je hätte ababeiten können.

Ich weiß noch, 1981 waren wir im Urlaub in Berlin und dort im Kaufhaus am Alex gab es gaaaanz feine Glitzerwolle aus Polen. 100% Polyester - in wunderschönen Farben - "wie im Westen"!
Da hab ich zugeschlagen! War das eine Freude!!!!!

Und heute?
Ich verstricke nur noch in absoluten Ausnahmefällen Polytier.
Meine gestrickten Projekte haben alle mindestens eine universelle/zeitlose Seite.
Bei Pullovern bedeutet das, daß sie so gesaltetn sind, daß sie quasi nie aus der Mode kommen. Und was könnte ein breiteres Einsatzspektrum haben, als Tücher, Schals (für Menschen!!!!) oder Socken?

liebe Grüße in die Runde von maryana

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Published by maryana
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Kommentare

Stricksuse 10/29/2009 11:03


Stimmt, da ist was dran. Manche Fragen sind interessant aber manche nerven halt einfach nur.


stricksusi 10/28/2009 13:14


zum Glück mäht es für Oktober das letzte Mal, das Wollschaf! Wer denkt sich nur solche Fragen aus? Manchmal nervt es wirklich.


maryana 10/28/2009 16:32



wieso ? MICH nervt es nicht!
Wer nicht mag, braucht ja nicht mitzumachen.
Ich finde es interessant, was die anderen so zu einem Thema schreiben. Und wenn mir eine Frage nicht zusagt, dann mache ich halt mal nicht mit. Zum Glück gibt es da kein MUSS!

liebe Grüße



Jinx 10/27/2009 15:01


Also, bei Leuten wie uns, die sich mit Techniken von Vorgestern (Spinnen, Nadelbinden etc.) und Gestern (Stricken, Häkeln, Nähen) beschäftigen, die den meisten Leuten nur ein müdes "Wozu? Das kann
man doch alles kaufen" entlockt, spielt das Lebensalter wirklich überhaupt keine Rolle. Bei unserem Stricktreff sind die meisten zwischen 30 und 45, wir haben aber auch zwei Damen da, die an die
Siebzig sind (darunter meine Mutter), und einige sind auch jünger. Und heute - Internet sei Dank - sind die Möglichkeiten ja auch viel größer und interessanter geworden.
Ich persönlich finde auch sehr spannend, wie Leute in anderen Ländern - oder auch der DDR (bin selbst aus dem Westen) mit solchen Techniken aufgewachsen und umgegangen sind.

Viele Grüße
Jinx


Jinx 10/27/2009 11:35


Moin,

also unangemessen finde ich die Frage für niemanden, denn jede Antwort hat ja denselben Wert (es geht schließlich nicht darum, die "beste" Antwort zu geben, die es ohnehin nicht gibt). Meine Mutter
strickte auch sehr lange, dann lange gar nicht. Als ich mit dem Stricken begann, hat sie das inspiriert, und sie fing wieder damit an - mit völlig anderen Materialien und einem grundsätzlich
anderen Verständnis als früher. Es ist also keine Frage des Alters, der "Lebensstrickzeit" oder der gemachten Erfahrungen.

Viele Grüße
Jinx


maryana 10/27/2009 13:46



hmmm.....du hast ja irgendwie Recht, ich denke halt immer, was damals so war, das interessiert doch heute kein Schw..n!
Über diesen langen Zeitraum muß sich ja gezwungenermaßen vieles verändert haben.
Und sicher geht es deiner Mama genauso wie mir, in der Diskussion mit so vielen Gleichgesinnten spielt das Lebensalter irgendwie überhaupt keine Rolle.
Das finde ich in unserer Spinngruppe auch immer wieder faszinierend. Es sind so gut wie alle Altersgruppen vertreten und die Gespräche sind unwahrscheinlich interessant, da spielt es gar keine
Rolle, ob man sich mit einer über 80-Jährigen unterhält, oder ob die Gesprächspartnerin noch sehr jung ist.
Das gemeinsame Interesse ist ausschlaggebend.

liebe Grüße