Ich kann mich entsinnen, in meiner frühen Kindheit, als das Leben sehr viel ärmlicher und auf das Wesentliche beschränkt war... man jeden Pfennig dreimal umdrehte, bevor er ausgegeben wurde, gab es diese Dingerchen auch schon mal. Besonders, wenn die Kinder viel schneller wuchsen, als man Geld für neue Bekleidung zusammengespart hatte, wurde das Manko zwischen Jackenärmelende und Handgelenk in Form von nackter Haut, damit ausgeglichen. So hatten es die Kleinen warm bis die Winterjacke vom größeren Geschwisterchen übernommen werden konnte. In unserer Region wurden sie "Müffle" genannt und ich hab sie gehaßt!
Heute vervollständigen sie als modischer Gag meinen federleichten Schal.
... nach dem ich diese Variante gestrickt habe. Mrs Beetons war im 19.Jhdt. Autorin diverser Ratgeber zur sparsamen Haushaltsführung und somit Namenspatin für diese kleinen, ganz bezaubernden und wunderbar kuscheligen Handgelenkwärmer. Hübsch und genau richtig, wenn man ein originelles Geschenk für eine Lady sucht, ohne sich deswegen in große Unkosten stürzen zu müssen. Meist findet man in der Restekiste passende Garne, braucht man doch nur wenig davon.
Aufgepeppt wird das Ganze durch kleine Perlchen....die hab ich aber in Ermangelung für´s erste weggelassen, aber beim nächsten Paar sind sie ganz bestimmt dran.
ich wünsche euch ein erholsames Wochenende maryana