alles, was mit Wolle und Farben zu tun hat - Spinnen, Stricken, Weben und noch so manches andere
Früchte, ...
Blumen, ...

... und nach tagelangem Hoffen auf beständiges, trockenes, und ausreichend warmes Wetter endlich zu wissen, ja, wir können die große Wiese mähen, unsere Tiere brauchen nicht zu hungern im Winter.
Morgens geweckt werden von der Sonne und dem Geräusch des Mähers auf der Wiese hinter dem Haus. Mein Schatz ist schon fleißig, heute ist der Tag X, wir machen Heu!
Nur noch in der Morgenkühle zum Brunnen, frisches Wasser für die Schafe auf der Koppel schöpfen und dann kann es losgehen.
Die gleichmäßige Bewegungen bei der Arbeit mit dem Rechen sind geradezu meditativ. Schwaden um Schwaden im Fortschreiten herumlegen. Aus dem kühlen Schatten heraus, in die Sonne.
Die Schafe auf der Koppel mähen mich an, weil sie meinen, sie werden auf eine neue Koppel umgesetzt. Nix da, ihr habt noch reichlich zu fressen.
Ein Schwarm Stare fliegt in den Kirschbaum ein. Ha, da habt ihr aber noch kein Glück. Die Kirschen mühen sich, reif zu werden, aber bis auf einen kaum wahrnehmbaren Hauch Rot ist noch nichts von Reife zu sehen.
Ach nein, sie wollen gar keine Kirschen, sie holen sich ihr Eiweißfrühstück von den frisch gemähten Schwaden. Dabei stört es sie auch gar nicht, wenn ich mich mit jedem Rechenschwung um einen Schritt nähere.
Sammy, der Tochterkater kommt auch, mir Gesellschaft zu leisten.
Aber wahrscheinlich meint er gar nicht mich, sondern eher die vielen durchs Mähen freigelegten Mauselöcher auf der Wiese.
Die Stare gehen lieber auf Abstand zum Kater.
Es wird warm, ich bin eingehüllt in eine Duftwolke vom Holunderstrauch am Wiesenrand. Er blüht in diesem Jahr ganz besonders lange, wegen das kalten Wetters.
Apropos Holunder - ein erfrischender Schluck aus dem Krug im kühlen Schatten tut da richtig gut. Holunderlimonade ist das Getränk, das es schon, als ich noch klein war, immer beim Heumachen gab.
Theoretisch kann man es sich aus Holunderblütensirup und Wasser mischen.
Mir ist die traditionelle Methode lieber.

Ein paar schöne Blütendolden, und Scheiben einer ungespritzten Zitrone mit Wasser oder Mineralwasser übergießen und kühl gestellt ein paar Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Vor dem Genuß nach Geschmack süßen. Entweder mit Zucker oder Honig, oder was man sonst so mag. Ich nehme am liebsten Birnendicksaft dazu.Hmmmm, lecker!
Auf der Wiese war Sammy Jagderfolg beschieden. Mit einer fetten Wiesenmaus im Maul stolziert er in den Schatten.
Ein paar Wolken segeln über den Himmel, schieben sich vor die Sonne und bringen mir etwas Abkühlung.
Irgendwann wird mir Hilfe zuteil und wir sind zu zweit beim Wenden.
Am Abend dann, völlig zerschlagen aber sehr zufrieden, ein letzter Blick über die duftende Fläche. Heute werde ich ganz sicher gut und tief schlafen.
Und spätenstens übermorgen können wir den Wintervorrat einbringen. Bis dahin muß es aber noch einige Male gewendet werden.
ein paar schöne Sommertage wünscht euch maryana