Heute morgen, als ich losgefahren bin, war alles mit einem Hauch von Weiß überzogen.
Es schneite ganz sachte und auf den zart beschneiten Feldern zu beiden Seiten der Straße saßen unglaubliche Mengen an Spatzen. Sie ließen sich durch mein Hindurchfahren kein bißchen stören, sie zupften die durch die dünne Schneedecke ragenden Spitzen des Wintergetreides.
Doch plötzlich, wie auf ein geheimes Zeichen, flatterten alle auf. Der ganze Riesenschwarm formierte sich und zog in einem eleganten Schwung im Tiefflug über mich hinweg. Unwillkürlich mußte ich den Kopf einziehen.
Den Heimweg hab ich über verschneite Straßen angetreten, auch auf den Feldern zeigte sich nun kein zartes Grün für hungrige Spatzenschnäbel mehr.
Mittlerweile habe ich schon zweimal die Terrasse freigekehrt und schon wieder ist alles schneebedeckt.
Das war wohl ein Irrtum, als ich letzte Woche meinte, den Frühling gesehen zu haben.
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