Gestern morgen saß das Starenmännchen auf unserem First, wärmte sich in der Sonne sein geflecktes Gefieder und lockte dabei mit langgezogenen Pfiffen die Starin zum Nestbau.
Wie im vorigen Jahr schon, will er hinter unserer Fassadendämmung ein gemütliches Plätzchen für den Nachwuchs einrichten.
Mit seinem spitzen Schnabel Flöckchen für Flöckchen aus dem Styropor zupfen, bis der Eingang gerade passend für seinen Vogelkörper sein würde. Das Styropor würde wie Blütenschnee zur Erde rieseln und mit jedem Luftzug durch Wind oder vorbeifahrende Autos aufgewirbelt werden.
Wenn ich das Fenster vom Giebelstübchen öffne, rauscht er ärgerlich davon, setzt sich in die alte Eiche und wartet, bis die Luft wieder rein ist, und er seinen Platz pfeifenderweise neuerlich einnehmen kann.
Leider habe ich nicht die Muße, den ganzen Tag mit Fenster-auf und Fenster-zu zu verbringen.
Heute ist gräusliches Schnee-Regen-Wetter, da ist ihm die Pfeiflust abhanden gekommen, der Nestbau ist auf wärmere Zeiten verschoben.
Es liegt eine eklignasse Schneeschicht, die selbst den Schneeglöcken die Röckchen erzittern lassen.
Ich warte wie der Star auf Sonne und Wärme!
liebe Grüße, maryana