... da bleibt der Rechner aus und das liebste Hobby liegt unbeachtet in der Ecke.
Z.B. wenn sich Übernachtungsbesuch angekündigt hat...da wird geputzt und gebacken, am Samstagabend der erste Karpfen dieser Saison gegessen, blau und mild, geschärft mittels mit tränenden Augen und laufender Nase geriebenem Meerrettich....bis in die Nacht geredet, dabei der zuletzt erworbene Weißwein verkostet...
...am Morgen dann ein ausgiebiges Frühstück und nach herzlicher Verabschiedung gehört mein Haus und meine Zeit wieder mir.
Es ist noch soviel Sonntag übrig für einen Gang in den Wald, dorthin, wo die alten Buchen ihr goldenstes Kleid übergestreift haben und damit selbst an einem so grauen Tag Heiterkeit verbreiten.
Mit den Füßen durchs raschelnde Laub, der Körper zerteilt die blaßgelben Wogen des Farnes...herbstliche Stille, ein Genuß für alle Sinne.
Zum Glück hatten wir (rein prophylaktisch) einen Leinenbeutel mitgenommen... im unwirklich leuchtendgrünen Moos fanden sich Heerscharen letzter Pfifferlinge und die samtbraunen Käppchen der Maronen mußten nicht gesucht, sondern nur noch abgeschnitten werden.
Im schwindenden Tageslicht dann gemeinsames Pilzeputzen, gelungener Abschluß eines guten Wochenendes.
Die Pilze warten in der Kälte des Gefrierschrankes auf ihre Verwendung und werden uns an dunklen Winterabenden an die Fülle des Herbstes erinnern.
Einen schönen Start in die Woche wünscht maryana